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Welcher Computer ist Ihr Typ?

Von Timo Lüge

Die Computer, die heute in Wohnzimmern und Büros stehen könnten Menschen auf den Mond schicken oder Atomraketen steuern. Dennoch setzt die Industrie uns immer schnellere Rechner vor, die angeblich immer mehr können. Doch wer braucht das alles? Die AZ sprach mit dem Münchner Filialleiter des Computerversands Gateway 2000, Florian Rosch, darüber welcher Rechner sich für wen rentiert. Für alle gilt: Auf keinem Fall beim Kauf des Monitors sparen. Weniger als 15 Zoll Bildschirmdiagonale und 80 Hz Monitorfrequenz sind nicht akzeptabel!

Der Schreiberling:
Wer auf dem Computer wirklich nur arbeiten will, für den ist eigentlich jeder Rechner überdimensioniert. Denn Windows 95 läuft auch auf dem langsamsten Pentium-Rechner. Das gleiche gilt für Textverabeitungs- und sonstige Bürosoftware. Wer also nur Texte schreiben oder Tabellen kalkulieren will, der kann auch bei Restposten mit "nur" 133 MHz-Prozessoren und 16 Megabyte RAM bedenkenlos zuschlagen.
Kosten: Bis 2.000 Mark.

Der Surfer:
Ähnlich wie bei dem vorherigen Typ gilt auch für den zukünftigen Internetsurfer: Es geht auch eine Nummer kleiner. Dem Surfer reicht deshalb ein ähnlicher Rechner wie dem Schreiberling. Das Modem sollte eine Übertragungsrate von 33,6 Baud haben. Die neuen 56k-Modems sind derzeit noch nicht zu empfehlen, da sich die Hersteller bisher auf keinen gemeinsamen Standard geeinigt haben.
Kosten: Bis 2.200 Mark

Der Spieler:
Nichts frisst soviel Rechenleistung wie Spiele. Wer auf seiner Kiste zum Herrscher des Universums und Bezwinger aller Monster werden will, muss deshalb tief in Tasche greifen. Der Rechner sollte mindestens einen 200 MHz-Prozessor haben und über 32 Megabyte RAM verfügen. Die Graphikkarte braucht einen 3D-Beschleuniger und sollte 4 Megabyte Speicher haben.
Gesamtkosten: Zirka 2.800 Mark

Der Rastlose:
Wer ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat, und den Computer auch gerne mal mitnehmen möchte, sollte über einen Notebook nachzudenken. Sehr praktisch sind die "kleinen" auch für Studenten, deren Institut nur über's Wochenende Bücher verleiht. Das wichtigste beim Notebook-Kauf: Das Display. TFT-Schirme sind zwar deutlich teurer als ihre DSTN-Gegenstücke, das Geld ist jedoch gut investiert.
Kosten: Knapp 4000 Mark

Der Apple-User:
Wer einen Apple Macintosh sein eigen nennt, ist in Computerdingen meist wesentlich ausgeglichener als  die Besitzer von Windowsrechnern. Konfigurationsprobleme und ständige Systemabstürze kommen beim Apple nur höchst selten vor. Wer sich einen Apple kaufen will, sollte allerdings sicher sein, dass er nicht häufig Windows-Dateien, zum Beispiel aus der Arbeit, weiterbearbeiten muss.
Kosten: Ab 2.400 Mark 

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