Lügengeschichten - das Portfolio von Timo Lüge
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Artikel für die Computerseite der Abendzeitung (Manuskript)
Archiv: Text von 1998!
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Netz gegen Kinderporno

Nach den furchtbaren Funden von Zandvoort wurde von vielen Politikern der Ruf nach härteren Gesetzen und einer Kontrolle des Internets laut. Zu unrecht, finden viele Internetexperten, denn die bestehenden Gesetze reichen aus. Allerdings ist die Polizei im unübersichtlichen Datenmeer auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Doch die hält sich zurück.

„Die ständig wiederkehrenden Rufe nach einer härteren Regulierung des Internet haben die Netzgemeinde gegenüber dem Staat mißtrauisch gemacht. Und wer einen Kinderpornofund zur Anzeige, läuft dabei Gefahr, selbst in die Mühlen der Justiz zu geraten", erklärt Axel Kossel, Ressortleiter der Computerzeitschrift c‘t.

Deshalb hat die Zeitschrift in Absprache mit den Behörden eine anonyme Meldestelle im Internet eingerichtet. Unter www.ix.de/ct/Netz_gegen_Kinderporno/ werden alle gemeldete Funde registriert und sofort an die Polizei weitergeleitet. Kossel warnt allerdings davor, sich selbst auf die Suche nach Kinderpornos zu machen. Denn das ist, auch bei guten Vorsätzen, strafbar.

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