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So schützen Sie Ihre Kinder im Internet
Von Timo Lüge
Nach den grauenhaften Porno-Bildern aus Holland wurde wieder einmal klar, daß sich im Internet nicht nur glitzernde Einkaufswelten und digitale Bibliotheken befinden, sondern auch die und kriminellen Elemente unserer Gesellschaft.
Zwar werden Kinder beim normalen surfen im Netz nicht über Kinderpornos stolpern. Harte Pornographie, gibt es jedoch genug; nicht nur im World Wide Web (WWW): So empfiehlt T-Online seinen Kunden für ihre Kinder einen eigenen Mitbenutzer-Zugang anzulegen, in dem sämtliche Zugriffe auf kostenpflichtige Angebote von T-Online gesperrt werden.
Bei AOL gibt es unter dem Kennwort "Kindersicherung" die Möglichkeit bestimmte Bereiche zu sperren. Lobenswert: Die Kindersicherung ist bei der Installation der AOL-Software bereits eingeschaltet. Sie muß also erst extra deaktiviert werden.
Eine andere Möglichkeit des Kinderschutzes bieten Programme wie "Cyber Patrol" (www.cyberpatrol.com, 70 Mark) das von CompuServe kostenlos seinen Kunden zur Verfügung gestellt wird. Internetseiten auf denen bestimmte Begriffe vorkommen werden dann abgeblockt. Größter Nachteil solcher Software: Oft werden auch nicht-pornografische Seiten, zum Beispiel zur Empfängnisverhütung, ausgefiltert. Außerdem ist sie für den englischsprachigen Bereich konzipiert und deshalb für deutsche Nutzer nur eingeschränkt sinnvoll.
Auch Netscape und Microsoft liefern in ihren Browsern eine Art Kindersicherung mit. Diese sind jedoch von zweifelhaftem Nutzen, da sie sich darauf verlassen, daß ein Betreiber einer Internetseite dem Browser mitteilt, daß das Angebot nicht für Kinder geeignet ist.
Alle technischen Lösungen, sind allerdings nur Notlösungen. Denn oft kennen sich die Kinder besser mit dem PC aus als die Eltern und entdecken früher oder später Möglichkeiten die Sicherheitsperren zu hacken.
Wilhelm Walter, Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes sagt deshalb: "Technische Kontrollen sind allerdings immer nur dritt- und viert-beste Lösungen. Oft wirken Kontrollen sich sogar negativ aus. Das Wichtigste ist das Sprechen der Eltern und Lehrer mit den Kindern. Daran führt nichts vorbei."
Zu den besonders problematischen Bereich im Internet zählt übrigens nicht das WWW, sondern die Nachrichtengruppen (Newsgroups). Denn während im WWW die meisten Anbieter die Kreditkarte verlangen, bevor sie Zugriff auf die Schmuddelbildchen erlauben wird in den Newsgroups ohne jegliche Kontrolle alles verbreitet.
Reden Sie mit Ihren Kindern über die Gefahren des Netzes und erklären Sie ihnen die Regeln.
Einige Beispiele:
- Ich werde nie persönliche Informationen ohne die Erlaubnis meiner Eltern herausgeben. Das sind: Mein Name, Adresse, Telefonnummer, Anschrift oder Name meiner Schule oder Wohnort, Name, Anschrift oder Telefonnummer der Arbeitsstelle meiner Eltern.
- Ich sage meine Eltern sofort Bescheid, wenn ich irgend etwas im Netz gesehen habe, das mir unangenehm war.
- Ich werde ohne die Erlaubnis meiner Eltern nie jemanden in der richtigen Welt treffen, den ich online kennengelernt habe. Auch kein anderes Kind.
- Ich werde ohne die Erlaubnis meiner Eltern nie irgend jemanden mein Foto schicken .
- Ich werde nie auf bösartige oder drohende Nachrichten antworten. Wenn ich solche Nachrichten bekomme, ist das nicht meine Schuld und ich sage meinen Eltern Bescheid.
- Ich werde keine Bereiche des Internets aufsuchen, die mir meine Eltern verboten haben.
Internetadressen:
Tips für Eltern
www.ed.gov/pubs/parents/internet/
Vergleich Kinderschutzprogramme:
www.zdnet.com/familypc/content/9709/noway/02cybersit.html
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