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München (ddp). In der Diskussion um die Erhebung einer Entfernungs-Maut für deutsche Fernstraßen schlägt eine Experten-Kommission des Bundesverkehrsministeriums vor, das Satellitensystem GPS zu verwenden. GPS (engl: Global Positioning System) verwendet Satelliten, um die Position eines Objektes auf der Erde zu ermitteln. 1973 investierte das amerikanische Verteidigungsministerium dazu 12 Milliarden Dollar und schickte 24 Satelliten in die Erdumlaufbahn.
Diese Satelliten schicken permanent Radio-Signale zur Erde. Um die genaue Position eines GPS-Empfängers auf der Erde zu bestimmen, muss die Entfernung zu mindestens drei Satelliten ermittelt werden. Diese Entfernung wird mit Hilfe der Zeit ermittelt, die ein Radiosignal braucht, um die Strecke zwischen Satellit und Empfänger zurückzulegen.
Solche Empfänger werden zum Beispiel auf Schiffen, in Lenkraketen, in Autos oder in Flugzeugen verwendet. Verbindet man die Positions-Daten mit einer Software zur Routenplanung, kann ein Computer zum Beispiel eine Fahrstrecke ermitteln.
Das Verfahren, nachdem die Position ermittelt wird, heißt Triangulation: Weiß ein GPS-Empfänger die Entfernung zu einem bestimmten Satelliten, dann schränkt diese Information den Bereich auf dem Planten ein, auf dem er sich befinden kann. Bekommt der GPS-Empfänger die Entfernung zu drei Satelliten, kann er daraus auf 20 Meter genau berechnen, wo er sich befindet. In der Landvermessung wird dieser Wert durch zusätzliche Techniken auf wenige Zentimeter verbessert. Die Umlaufbahn der 24 Satelliten ist so eingestellt, dass immer mindestens drei Satelliten zur Positionsbestimmung zur Verfügung stehen.
Mehr Informationen:
Einführung in GPS:
http://www.geosoft-gps.de/gps_infos/info_1.html
Ausführliche Erklärung zu GPS (englisch):
http://www.trimble.com/gps/fsections/aa_f3.htm
