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Garantie bei Internet-Auktionen: Wie Sie Ihr Geld zurückbekommen=

-- Von Timo Lüge --

München (ddp). Gebrauchte Gegenständen, die im Internet versteigert werden, sind manchmal in keinem guten Zustand. Und da der Verkäufer meist auf Vorauskasse besteht, ist es für den Käufer oft schwer, sein Geld wieder zu bekommen, wenn etwas schief gelaufen ist. Die Internet-Auktionshäuser entdecken deshalb Treuhandkonten, um Vertrauen zwischen Käufern und Verkäufern zu schaffen. Und das funktioniert so:

  • Wenn eine Auktion beendet worden ist, überweist der Käufer den Kaufpreis auf ein Treuhandkonto, das vom Auktionhaus verwaltet wird.
  • Das Auktionshaus benachrichtigt den Verkäufer, wenn das Geld auf dem Treuhandkonto eingetroffen ist.
  • Nun schickt der Verkäufer seine Ware an den Käufer - meist mit einem vom Auktionshaus beauftragten Kurierdienst.
  • Nachdem die Ware beim Käufer eingetroffen ist, wird das Geld durch das Auktionshaus vom Treuhandkonto an den Verkäufer überwiesen. Es sei denn, der Käufer reklamiert die Ware.
  • Wenn der Käufer etwas zu bemängeln hat, versucht das Auktionshaus den Streit zu schlichten. Gelingt das nicht, wird das Amtsgericht eingeschaltet.

Während sich der Ablauf bei den verschiedenen Anbietern kaum unterscheidet, sind die Kosten für die Treuhand-Dienste sehr unterschiedlich. So werden bei Versteigern.de Treuhand-Konten nur für Waren im Wert von über 500 Mark eingerichtet. Außerdem kostet der Service 50 Mark. Allerdings kündigte Geschäftsführer Botho Eulenburg an, die Preise noch vor Jahresende drastisch zu senken.

Viel günstiger ist Atrada.de. Lediglich 2,50 Mark müssen die Treuhand-Kunden bei diesem Anbieter zahlen. Bei der Konzeption hat das Auktionshaus aber offensichtlich mehr an den Verkäufer als den Käufer gedacht. Das System von Atrada.de sieht nämlich keine Möglichkeit für den Käufer vor, die Überweisung des Geldes vom Treuhandkonto zu stoppen, wenn die Ware nicht in Ordnung ist.

Ricardo.de will in den nächsten Tagen einen Treuhand-Service starten, sagt Unternehmenssprecher Matthias Quaritsch. Der Preis wird hier ungefähr ein Prozent der Versteigerungssumme ausmachen.

Und auch Ebay kündigt ein Treuhand-System an. Die Kosten sollen bei Ebay deutlich unter fünf Prozent der Versteigerungssumme liegen, der Dienst spätestens im Januar verfügbar sein.

til/kaa
010000 Dez 99

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